von Thom Luz und Ensemble
wenig Sprache in Deutsch / Englisch / Französisch mit deutschen Übertiteln
Ein rauchendes Autowrack auf einer nächtlichen Waldlichtung, aus dessen kaputtem Radio romantische Salon-Träume von Felix Mendelssohn Bartholdy rauschen. Diese musikalische Crash-Skulptur wird im Lauf einer Vorstellung von fünf Klang- und Illusionsexpert:innen minutiös aufgebaut – Scherbe um Scherbe, Klang um Klang. In der Gegenüberstellung zu dieser sich langsam zusammen-setzenden Blech Katastrophe erweitert ein elektrisches Kammermusiktrio Mendelssohns Klavierzyklus „Lieder ohne Worte“ um ungeahnte Hall- und Geräuschdimensionen. So wird das Ende eines Road Movies zum Ausgangspunkt der neuen Musiktheater-Entwicklung des Schweizer Regisseurs und Bühnenbildners Thom Luz.
„Lieder ohne Worte“ handelt von Schock und Sprachlosigkeit, von Perspektiven-wechseln, Zerstörung und Zukunft und der notwendigen Neukonstruktion der Gegenwart. Wie haben wir uns gegen die Wand gefahren? Existieren wir noch? Und was nun? Wo die Worte nicht hinreichen, formieren sich die Töne neu. Im Zusammenspiel von katastrophischen Bildern und musikalischen Überlagerungen entsteht eine filigrane, minutiös durchdachte Raumkomposition.
Unterstützt durch: Stadt Zürich Kultur, Fachausschuss Theater & Tanz BS/BL, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Elisabeth Weber Stiftung, Ernst Göhner Stiftung
Thom Luz
Mathias Weibel
Kathrin Veser
Martin Hofstetter
Thom Luz und Bernetta Theaterproduktionen
15.9.2026
20 Uhr
Großes Haus